Strahlungsschutz

 

Strahlungsschutz-Einhausung (SE) nach Paetz


Wir müssen nach 150 Jahren Klimaaufzeichnung feststellen, dass die aufgezeichneten Klimadaten viel zu ungenau sind, um damit die Erderwärmung nachweisen zu können. Die Gründe für die fehlerbehafteten Temperaturaufzeichnungen in bodennahen Messstationen sind nicht nur in der Sensorik oder der Standortwahl der Messstationen zu suchen, sondern auch in einem mangelhaften Strahlungsschutz der Temperatursensoren. Wir können davon ausgehen, dass in Deutschland und weltweit die gleichen Ursachen für die fehlerhaften Temperaturmessungen immer noch vorhanden sind.

Mit der Entwicklung einer neuen Strahlungsschutz-Einhausung (SE) stellen wir den Klimaforschern eine Einrichtung zur Verfügung, die es ermöglicht, die Klimaerwärmung auf unserem Planeten nachzuweisen. Mit der SE stellt Ihnen die Anemometerbau GmbH, die seit 1875 innovative Produkte für die Meteorologie produziert, ein weiteres kreatives Erzeugnis vor, mit dessen Hilfe wir den Strahlungseinfluss auf die Temperatursensoren in bodennahen Messstationen eliminieren.

Diese SE besteht aus mehrfach ineinander positionierten Profilen, die strömungstechnisch völlig voneinander getrennt sind. Ein Kanalisationssystem mit Strahlungsschutzkammer und Blende verhindert, dass Strahlung in die Messkammer eindringen kann und dass das strömende Gas nicht mit den Strahlungsschutzelementen kollidiert. Das Kanalisationssystem ist von den Strahlungsschutzelementen horizontal und vertikal thermisch getrennt. Der Strahlungsschutz ist so positioniert, dass von drei Seiten (oben, seitlich und von unten) keine Strahlung die Sensoren in der Messkammer beeinflussen kann. Die beiden äußeren Profile sind mit einem passiven Hinterlüftungssystem durch Nutzung des Kamineffektes ausgestattet. Die Messkammer selbst wird aktiv durch eine erzwungene sekundäre Strömung belüftet. Eine Steuerung mit Strömungssensor in der Messkammer regelt über den Lüfterantrieb die Strömungsgeschwindigkeit des Gases.
Mit der Entwicklung einer Strahlungsschutz-Einhausung (SH) wurde die Voraussetzungen erfüllt, den Temperaturanstieg auf unserer Erde, in bodennahen Klimastationen, messtechnisch mit hoher Genauigkeit zu erfassen.

Die Messergebnisse der Anemometerbau GmbH und einer wissenschaftlichen Einrichtung haben die Erwartungen bestätigt und übertroffen.

Aufbauend auf diesem Ergebnis ist von uns ein Datenlogger entwickelt worden, an dem gleichzeitig mehrere Sensoren angeschlossen werden können. Bei jedem Messvorgang werden die Ergebnisse der Sensoren mit dem theoretischen Kurvenanstieg verglichen und im Bereich 1∙10−3°C korrigiert. Zur Zeit wird auf dem meteorologischen Gebiet, die Temperatur über einen ständig bestromten und damit einen leicht erwärmten Sensors erfasst. Durch eine innovative Entwicklungen ist es möglich geworden, die Messzeit erheblich zu reduzieren und somit den Eigenerwärmungsvorgang des Sensors durch den Messvorgang so zu verringern, dass dieser vernachlässigt werden kann.

Dadurch können Messgenauigkeiten von bis zu 1∙10−3°C erreicht werden. Angezeigt und gespeichert werden die Messergebnisse in 1∙10−2°C. Die Messintervalle und Zeitabläufe können frei programmiert werden. Der Datenlogger kann direkt oder von einem Logger der Klimastation ausgelesen werden.

Mit diesem Aufbau wäre Ihr Wetterdienst der ersten Verband der WMO, der die Klimaerwärmung nicht nur in bodennahen Messstationen sondern auch über Bodenmessungen nachweisen kann.


Strahlungsschutzhütte mit Plastiklamellen







Die Hütte ist aus mehreren Einzellamellen aus einem speziellen weiß durchgefärbten Kunststoff hergestellt

Wir bieten Ihnen auch eine Ausführung mit elektrischer Ventilation an, um auch bei Windstille exakte Temperaturwerte zu erhalten. Die Ventilationsgeschwindigkeit beträgt 3 m/s.

Zusätzlich gibt es alle Ausführungen auch mit Messumformer; dieser befindet sich im Gehäuse unterhalb des Messfühlers. Es stehen Ausgänge 0...20 mA bzw. 4...20 mA zur Verfügung.

Messumformer, Betriebstemperatur: -40...+60 °C    
Messumformer, Eingang: Pt 100, Messbereich -35...+45 °C Messumformer, Ausgang: 4...20 mA; Vers. 18...30 V DC;
bürdenabhängig (500 Ω...1,9 kΩ lin.)
Fehlergrenze: 0,25% Abmessungen: Ø ca. 120 mm, H = 240 mm
Betriebstemperatur: -40...+60°C Gewicht: max. 1,4 kg
Fehler durch Spannungsversorgung: < 50 ppm/V Fehler durch Umgebungstemperatur: < 50 ppm/°C
Lüfter: 12 V DC, ca. 70 mA EMV Emission: EN 50081-1
Strömungsgeschwindigkeit: 3 m/s Anschluss: 8-pol. Steckverbinder, IP 67